(Max Sievers) Es gibt Dinge, die lassen sich nicht verschieben. Essen bei Hunger, Trinken bei Durst, noch so einige andere Dinge des täglichen Lebens und eine CD-Besprechung, wenn einem durch eine neue CD die Laune von „na ja, geht so“ auf „ ha, wie geil is´ das denn, saukomisch“ hochgedreht wird. Nein, nicht die Neue von einem der abgelutschten Deutschkomödianten und auch kein Otto Waalkes Remix sondern eine Salsaproduktion. Und mit wesendlich mehr Witz, als die vorgenannten Kollegen.
Eine Salsa-CD mit deutschen , na ja, fast, mit bayerischen Texten. Für mich, als Nordlicht, ist das Hörerlebnis ähnlich, wie bei einer Produktion auf Spanisch. Man versteht höchstens die Hälfte (leicht geprahlt!) aber … die andere Hälfte, die, die man versteht, ist hier so witzig gemacht, dass ich jetzt sofort die Los Dos (unter Freunden darf man die Herren ja auch mit Vornamen ansprechen) vorstellen muss.
Los Dos y Companeros (wo findet man bloß diese kleine Welle, die auf das „n“ gehört? Darf man die evtl. durch ein „i“ oder „y“ ersetzen?) ist aber scheinbar nicht nur eine schnöde Band sondern ein Gesamtkunstwerk, entworfen und geführt vom bayovarischen Revolutionsbüro in Amberg. Ein Blick lohnt auch auf die Homepage und da wird schnell deutlich, dass sich die Jungs auch gern einmal selbst auf den Arm nehmen. Diese Präsentation ist genauso gelungen, wie die mittlerweile vierte Cd der Mundart-Salsanier.
Auf die musikalischen Höhenpunkte, die auf der CD durchaus vorhanden sind, will ich gar nicht weiter eingehen, da ich das Konzept eher in den Texten sehe. Das aber auch die musikalische Qualität nicht zu kurz kommt, lässt sich schon allein daran ablesen, dass Maestro Luis Frank Arenas mit seinen Welthit „A Buena Vista“ mit von der Party ist, natürlich etwas an die, den Voralpenländern ureigene Spielweise, angepasst. Eine wunderbare Interpretation und Arenas hatte bestimmt einen Heidenspaß in der Oberpfalz und hat sich auch schon live die Ehre gegeben.
Es ist nicht besonders schwierig sich vorzustellen, was passiert, wenn die Companeros (die Welle ist immer noch unauffindbar) die Bühne stürmen. Party bis die Sanitäter kommen. Für das Publikum muss es großartig sein: Party-Salsa und man kann alle Texte mitsingen. Zumindest die Hälfte, die man versteht. Aber im Osten Bayerns verstehen die Menschen ja vielleicht den einen oder anderen Brocken mehr?
Kurz um, Respekt, Hochachtung und Glückwunsch von dieser Stellen, eine sehr gelungene und runde Sache. Ihr seid echt kule Säcke.
Lieben Gruß
Max
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